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Die Entwicklung der Mechanik

In jedem hochwertigen Piano findet man eine Renner Mechanik

Renner ist der weltweit größte unabhängige Hersteller von Piano- und Flügelmechaniken. Der Unternehmenserfolg resultiert aus der Fähigkeit, kundenspezifische Mechaniklösungen für die verschiedenen Hersteller anbieten zu können.

Erfindung der Klaviermechanik

Renner ist ein typisches Beispiel für die weltweit anerkannte deutsche Präzisionsindustrie.

Die Entwicklung des Pianoforte bis zu seiner heutigen Form ist eng mit der Entwicklung des im Jahre 1700 vom italienischen Cembalobauer Bartolomeo Cristofori erfundenen Hammermechanismusses verknüpft. Die neue Mechanik erlaubte damals, das Instrument sowohl leise als auch laut zu spielen. Die italienischen Bezeichnungen „piano“ für „leise“ und „forte“ für „laut“ führten somit zum heute bekannten Pianoforte. Während die Klaviermechaniken ständig weiter verbessert wurden, verging fast ein halbes Jahrhundert bevor die anfänglichen Ressentiments einflussreicher Größen wie Johann Sebastian Bach gegen das Pianoforte überwunden wurden und es sich schließlich gegen Cembalo und Klavichord durchsetzen konnte.

Mehr zur Geschichte der Mechanik

Mechanikfertigung in Deutschland

Der Aufstieg Deutschlands zu einer Industrienation am Ende des 19. Jahrhunderts verhalf den Klavierbauern zu neuem Ansehen. Die fortschrittlichen Firmen waren auf dem Vormarsch. Hersteller wie Ibach, Bösendorfer, Schiedmayer und Irmler oder „Newcomer“ wie Bechstein und Blüthner schöpften die Vorteile der technologischen Weiterentwicklungen aus.
Endkunden, sowie auch die deutsche Klavierindustrie selbst, sollten beim Kauf eines Pianos ihr Augenmerk auch auf die Mechanik richten. Der reinste Klang bleibt unerreichbar, wenn die Mechanik nicht mit höchster Präzision arbeitet.

Louis Renner begann im Oktober 1882 auf bescheidenem Niveau mit der Produktion von Klaviermechaniken. In den Anfängen der Firma stand die Handarbeit in der Produktion im Mittelpunkt. Die Geschichte der Firma Renner ist eng mit der deutschen Klavierindustrie verwoben, die zunehmend moderne Fertigungsverfahren forderte.

Als die Firma Renner 1902 ein neues Fabrikgebäude bezog, bestand die Belegschaft aus 35 Mitarbeitern. Da die Zahl der Beschäftigten bis 1911 auf 100 anwuchs, musste ein neuer Gebäudeteil angebaut werden. Allmählich hielten mehr und mehr Maschinen Einzug in den Fertigungsprozess. Das geschickte handwerkliche Können der Mitarbeiter wurde auch zunehmend für die umfangreichen Qualitätskontrollen benötigt, ohne die ein ausgezeichnetes Produkt nicht hergestellt werden kann.
Bis zum Ersten Weltkrieg stieg die Zahl der Beschäftigten auf 175. Durch den vermehrten Einsatz neu entwickelter Maschinen, konnten Arbeitskosten eingespart werden. Die Produktion von Klavier- und Flügelmechaniken befand sich nun unter einem Dach.

Arbeitsintensive Herstellung

Die Produktion einer Klaviermechanik ist außerordentlich kompliziert. 8800 Holzteile, Metallteile, Filzteile, Federn und Leisten müssen für eine einzige Mechanik zusammengefügt werden. Es ist kaum möglich, die Anzahl der Fertigungsschritte und Materialbewegungen zu beziffern, die für die Fertigstellung des Endproduktes notwendig sind. Renner ist ein typisches Beispiel für die anerkannte deutsche Präzisionsindustrie. Die modernsten Fertigungsanlagen garantieren höchste Genauigkeit und Zuverlässigkeit.

Renner wächst

Nach dem Krieg begannen sich ausländische Hersteller wieder auf die Renner Produkte zu verlassen. 1952 erweiterte Renner seine Produktpalette und bot auch Reparaturen, Ersatzteilservice und Zubehör an. Die vorhandene Einzelteilefertigung wurde ausgedehnt und ein großzügiges Warenlager eingerichtet.
Seit der Gründung im Jahr 1882 hat die Firma Renner weit über drei Millionen Mechaniken produziert.

Heute werden die modernsten CNC Maschinen bei der Herstellung eingesetzt. Viele ihrer Maschinen hat die Firma Renner in eigener Entwicklungsarbeit selbst gebaut.

Renner Mechaniken und Hammerköpfe werden überall in der Welt von nachstehenden namhaften Herstellern bzw. für deren hochwertige Instrumente verwendet:

Young Chang

America
Fritz Dobbert
Mason & Hamlin
Baldwin
Steinway & Sons New York
Charles Walter

Asia
Pearl River
Parson
Samick
Yantai Perzina

Europe
Bechstein
Blüthner
Bösendorfer *
Estonia
Fazioli *
Feurich
Förster *
Grotrian-Steinweg
Petrof
Pfeiffer
Pleyel
Sauter

Schimmel Pianos *
Seiler
W. Steinberg *
Steingräber & Söhne*
Steinway & Sons Hamburg *
  • These firms have the distinction of using only actions and hammerheads produced exclusively by Renner on every single piano.

Elektronisch überwachte Fertigung

Renner ist der einzige europäische Lieferant, der dem harten Konkurrenzkampf in der Klavierindustrie gewachsen war. Alle anderen Mitbewerber mussten aufgeben. Sie waren nicht in der Lage, dem ständig steigenden Anspruch an Qualität, Verlässlichkeit, Genauigkeit und Langlebigkeit zu folgen. Der Endverbraucher, sowie die deutsche Klavierindustrie, sollte beim Kauf eines Pianos auf die original Renner Mechanik achten, da sie im Instrument die entscheidende Rolle spielt. Ein hervorragender Klang kann nur mit höchster Präzisions gewährleistet werden.

Zusammenfassung

Schlussendlich hat sich in der Welt des Klavierbaus die Spezialisierung bewährt. Dies wird insbesondere im Bereich der Herstellung von Klaviermechaniken deutlich. Renner nutzt heute modernste Computer und Steuerungstechnik, um die außergewöhnlich hohe Qualität der Produkte sicherzustellen und hat sich deshalb gegenüber dem harten Wettbewerb deutlich durchgesetzt. Wie der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Dr. Lothar Späth, einst sagte: „Qualität ist das einzig Ehrliche.“ oder wie ein Schwabe sagen würde: „Qualität ist eine Frage des Anstandes“.